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Verloren?

Dort war es anders.
Es gab nur uns.
Uns und dann erst den Rest.
Dort hatten wir Zeit.
Zeit, um durch die Straßen zu gehen.
Zeit zum Reden, zum Lieben.

Aber jetzt sind wir hier.
Verloren.
Verloren im Alltag.
Ständig unterwegs,
zwischen einer Verabredung
und der nächsten Pflicht.
Ein Teil von uns bleibt
immer auf der Strecke.
Die Gespräche verflachen.
Die Aufmerksamkeit läßt nach.
Die Müdigkeit ersetzt das Lachen.

Immer ein Teil und noch ein Teil.
Bis alles zerfällt und nichts mehr bleibt.
Außer einer schwammigen Erinnerung.

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Gedichte des Zerrinnens

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